Alles rund um die Verordnung

Ab 2021: Nur noch ein Formular für alle Heilmittel

Ob Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie: Die Regelungen zur ärztlichen Verordnung von Heilmitteln sind über die Jahre immer komplexer geworden. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass zwischen drei verschiedenen Verordnungsformularen unterschieden wird (Muster 13, 14, 18).

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat deshalb im September 2019 die Heilmittel-Richtlinie überarbeitet. Die neuen Vorgaben sind wesentlich einfacher und kommen den Ärzten, Heilmitteltherapeuten und Patienten zugute. Die Regelungen sollten ab 1. Oktober 2020 gelten. Der Start wurde aber auf den 1. Januar 2021 verschoben, da nicht alle Softwarehäuser die neuen Vorgaben rechtzeitig umsetzen und bereitstellen können.

Eine der Vereinfachungen ist, dass es zukünftig nur noch ein Verordnungsformular für alle Heilmittel gibt: das neue Formular 13. Dieses löst die alten Formulare 13, 14 und 18 zum 1. Januar 2021 ab.

Download
Vorlage Muster 13
muster_13.pdf - 2 MB

Neue Heilmittelrichtlinie

Ab dem 01.10.2020 sollte eigentlich die neue Heilmittelrichtlinie greifen. Aufgrund von diversen Problemen bei der Umsetzung (Software für Ärzte etc.) wurde diese nun vorerst ausgesetzt und greift erst ab dem 01.01.2021.

Um Ihnen dennoch schon einen ersten Überblick zu verschaffen, stellen wir Ihnen eine Präsentation des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. hier zur Verfügung.


Zuzahlungsregelungen

Zuzahlung bei Heilmittelverordnungen ist keine Praxisgebühr

Auch wenn die Praxisgebühr längst abgeschafft wurde, so besteht im Bereich Heilmittel weiterhin eine Rezeptgebühr. Oft wird davon ausgegangen, hierbei handelt es sich um eine Praxisgebühr. Dem ist aber nicht so. Die Rezeptgebühr ist sogar gesetzlich geregelt. Alles Informationen dazu finden Sie hier.

Für Heilmittelverordnungen wird eine Rezeptgebühr berechnet. Diese Rezeptgebühr besteht trotz Abschaffung der Praxisgebühr weiterhin und ist im Sozialgesetzbuch V geregelt (§ 32 Abs. 2, § 61 Satz 3 SGB V).

Aus dem Sozialgesetzbuch: SGB V § 32, Abs. 2

„Versicherte, die das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben, haben zu den Kosten der Heilmittel als Zuzahlung den sich nach § 61 Satz 3 ergebenden Betrag an die abgebende Stelle zu leisten. Dies gilt auch, wenn Massagen, Bäder und Krankengymnastik als Bestandteil der ärztlichen Behandlung (§ 27 Satz 2 Nr. 1) oder bei ambulanter Behandlung in Krankenhäusern, Rehabilitations- oder anderen Einrichtungen abgegeben werden."

"Die Zuzahlung für die in Satz 2 genannten Heilmittel, die als Bestandteil der ärztlichen Behandlung abgegeben werden, errechnet sich nach den Preisen, die für die Krankenkasse des Versicherten nach § 125 für den Bereich des Vertragsarztsitzes vereinbart sind. Bestehen insoweit unterschiedliche Preisvereinbarungen, hat die Krankenkasse einen durchschnittlichen Preis zu errechnen. Die Krankenkasse teilt die anzuwendenden Preise den Kassenärztlichen Vereinigungen mit, die die Vertragsärzte darüber unterrichten.“

GESETZES-QUELLE

Aus dem Sozialgesetzbuch: SGB V § 61

„Zuzahlungen, die Versicherte zu leisten haben, betragen 10 vom Hundert des Abgabepreises, mindestens jedoch 5 Euro und höchstens 10 Euro; allerdings jeweils nicht mehr als die Kosten des Mittels. Als Zuzahlungen zu stationären Maßnahmen werden je Kalendertag 10 Euro erhoben. Bei Heilmitteln und häuslicher Krankenpflege beträgt die Zuzahlung 10 vom Hundert der Kosten sowie 10 Euro je Verordnung. Geleistete Zuzahlungen sind von dem zum Einzug Verpflichteten gegenüber dem Versicherten zu quittieren; ein Vergütungsanspruch hierfür besteht nicht.“

GESETZES-QUELLE

Fazit: Praxisgebühr oder Rezeptgebühr

Zusammengefasst: Die Zuzahlung bei Heilmittel besteht also aus 10 % der Leistung + 10 Euro. Aufgrund der Zuzahlungs-Grundpauschale von 10 Euro entsteht oft der falsche Vergleich mit der ehemaligen Praxisgebühr. De facto handelt es sich aber um zwei komplett unterschiedliche Gebühren.

 


Übersicht Phoniater/Pädaudiologen

Hier haben wir für Sie eine Liste von Phoniatern und Pädaudiologen zusammengestellt, welche in der näheren und weiteren Umgebung unserer beiden Praxen liegen.

WICHTIG: Diese Auflistung stellt keine Empfehlung dar! Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern dient lediglich zur Übersicht.

Sie können sich die Liste hier herunterladen.


Übersicht über unsere Praxisflyer

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Die ersten Bücher-Bilderbücher im Einsatz (Flyer)
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Spielend in die Schule (Flyer)
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Myofunktionelle Störung (Flyer)
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Ess-, Trink- und Fütterstörungen (Flyer) NEU!
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Stottern und Schule

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Stottern Für Schulkinder (Broschüre)
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Die Broschüre enthält Antworten auf alle wichtigen Fragen zum Stottern, die speziell von Schulkindern gestellt werden bzw. für diese Zielgruppe von Interesse sind. Hänseln und Scham im Zusammenhang mit dem Stottern sind für Schulkinder häufig ein relevantes Thema. Hierdurch kann die Belastung wachsen und eine Verschlimmerung des Stotterns eintreten. Aus diesem Grund bildet diese Materie einen Schwerpunkt der Veröffentlichung.

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