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Stottern

Behandlung des Stotterns

Eine vollständige Beschreibung über die Behandlung des Stotterns zu geben ist in diesem Rahmen leider nicht möglich. Die Behandlung ist aber immer individuell auf den jeweiligen Patienten abgestimmt und richtet sich u.a. nach dem Alter des Patienten. In einem ausführlichen Erstgespräch werden alle therapierelevanten Punkte angesprochen und abgeklärt.
Ein Konzept, welches in unserer Praxis bei der Behandlung von Jugendlichen und Erwachsenen vorzugsweise angewandt wird, ist das der Bonner Stottertherapie. Entwickelt hat dies der Dipl.-Sprachheilpädagoge und Stottertherapeut Holger Prüß. Auf diesen Seiten erhalten sie noch detailliertere Informationen.

Wenngleich der dortige Rahmen im Vergleich zur ambulanten Behandlung bei uns ein ganz anderer ist, so versuchen wir dennoch die wichtigsten Elemente dieses Ansatzes weitestmöglich umzusetzen.

WICHTIG!!!: Da es aber nicht DIE EINE Therapie in der Behandlung des Stotterns gibt, wird gemeinsam mit dem Patienten überlegt, welcher Ansatz den größtmöglichen Nutzen bringt. Dies kann z.B. auch die Stottermodifikation nach Charles Van Riper sein.

Die nachfolgenden Hörbeispiele sollen ihnen einen Eindruck darüber vermitteln, dass Stottern veränderbar ist. Sie sind auf den Seiten der Bonner Stottertherapie zu finden und von dort entnommen.

Ehemalige Patienten berichten im folgenden über ihre Erfolge im Rahmen der Bonner Stottertherapie:

Am Anfang wird eine kurze Sequenz aus dem Erstgespräch bei Therapiebeginn vorgestellt (Dauer: ca. 30 sec.). So erhalten Sie einen kurzen Einblick in die anfängliche Art und Schwere des Stotterns.
Dann folgen die Erfahrungsberichte der jeweiligen Patienten nach Therapieende (Dauer: ca. 1 min.).

Jan L. (15 Jahre)

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Ausschnitt aus dem Erstgespräch
janlvor.mp3 - 259 kB

Und ne-ne-ne aber ff-äh-ch-äh-ch-et-wäh-et-wäh I-I-I-I-I-I-Inhalt (5sec.) stärkt den Typ immer ma-ma-mal m-m-manchmal s-s-s-so aber i-i-i-i-i-i-i-i-inoffiziell (10sec.) die äh so-so-so-so st-st-st-to-to-to-to-to tonate – äh – da-da-da und (15sec.) f-f-f-f-f-fda-da-ff da-da-da-da-da-da-da-da-dkann aber auch sein Ru-Ru-Ru-Ru (20sec.) Ru-Ru-Ru-Ru-Ru-Ru-Ru-Ru-Ru Ruhe haben (24sec.).

Beabsichtigte Äußerung:

Aber …(unverständlich)… kann aber auch sein …Ruhe haben.

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Erfahrungsberich
janlnach.mp3 - 405 kB

Ich war früher ein sehr starker Stotterer gewesen und insbesondere in der Schule war das eben sehr problematisch. Ich habe mich nie gemeldet, und ich konnte auch keine Vorträge machen. Mit der Zeit habe ich mich dann immer mehr im Unterricht zurückgezogen und das hat mich dann auch sehr belastet. Aber jetzt nach der Therapie ist es viel besser geworden. In der Schule kann ich mich viel mehr am Unterrichtsgeschehen beteiligen. Ich melde mich jetzt total oft und halte auch viele Vorträge, womit ich meine Noten aufbessern kann und insgesamt bin ich durch die erworbene Flüssigkeit viel selbstbewusster geworden – ja, fast ein neuer Mensch eigentlich. (40 sec.)

Bettina R. (30Jahre)

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Ausschnitt aus dem Erstgespräch
bettinav.mp3 - 430 kB

Also … (stummer Block) … i-i-i (5 sec) i-i-i-ich ich hatte Angst am Anfang mit (10 sec.). Sicher ha-ha-hatte ich da auch Angst (15 sec.). So u-u-u-u-u-u-u-u-und (20 sec.) s-s-s-s-sie hat äh ehm (25 sec.) eine eine Z-Zeit ei-eit-a-eitlang (30 sec.) auch ehm dieses ehm dieses äh W-W-W-Wieder äh Wieder (35 sec.) äh W-W-W-W-W-W-ho-ho-ho-ho-ho-holen von Silben. (43 sec.)

Beabsichtigte Äußerung:

Also, ich hatte Angst am Anfang. Sicher hatte ich da auch Angst. Sie hatte auch eine Zeitlang dieses Wiederholen von Silben.

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Erfahrungsbericht
bettinan.mp3 - 1 MB
Ja, ich habe früher sehr viel und stark gestottert, ungefähr bei jedem zweiten, dritten Wort und deshalb habe ich mich sehr oft minderwertig gefühlt und war - ja - verzweifelt. Ich habe sehr viele Therapien gemacht, die aber alle ohne Erfolg geblieben sind. Deshalb konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass mir diese Therapie was bringt. Aber da ich hier mehrere Techniken gelernt habe, kann ich somit ganz individuell damit arbeiten - in jeder Situation ganz verschieden. Ich kann jetzt viel offener mit Menschen umgehen und auch mit dem Thema Stottern selbst, was ich früher nie konnte. Was mir ganz persönlich wichtig ist, da ich Mutter einer dreijährigen Tochter bin, kann ich mit meinem Kind viel besser umgehen und offener, und ich kann meinem Kind Sachen erklären, die ich früher nicht konnte, weil ich Angst hatte zu stottern und dann hab´ ich hab ich sie immer zu dem Vater geschickt. Ja, ich bin sehr selbstbewusster geworden, und mir macht das Reden wieder richtig Spaß. ( 84 sec.)

Thomas A. (31 Jahre)

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Ausschnitt aus dem Erstgespräch
thomasv.mp3 - 397 kB

Äh ähm ja sie ist Dipl-DipDip (5sec.) Di-p-p-p-Dipl-plo-Diplo-lolo-Diplom (10sec.) ähm äm Mu-MM-MM-MM-Ma (15sec.) MM-MM-MM-MM-MM-MM (20sec.) Mathe-M-Ma-MM-MM-MM (25sec.) MM-MM-MM-MM-MM (30sec.) MM-MM-M-MM-Mathematikerin (35sec.).

Beabsichtigte Äußerung:

Ja, sie ist Diplom-Mathematikerin.

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Erfahrungsbericht
thomasn.mp3 - 612 kB

Ich habe hohe Anforderungen im Beruf und muss dort ziemlich viel reden. Deshalb war ich früher häufig unzufrieden, weil ich eigentlich nie genau das hatte sagen können, was ich sagen wollte. Jetzt kann ich in den verschiedensten Situationen sehr flüssig sprechen durch die unterschiedlichen Techniken, die ich gelernt habe. Aber es reicht eben nicht nur, Techniken gelernt zu haben, man muss sie auch umsetzen können. Und deswegen fand ich es sehr wichtig, dass der Transfer dieser Techniken in meine Familie, meinen Freundeskreis und mein Berufsleben sehr umfangreich unterstützt wurde. Vorher hätte ich nie gedacht, dass ich so viel an meinem Stottern verändern könnte und es in den Griff bekommen könnte. Also ich kann mir eine Stottertherapie ohne so eine hohe Intensität eigentlich nicht erfolgreich vorstellen. ( 64 sec.)

Sollten Sie noch Fragen zu diesem Thema haben oder in irgendeiner Form betroffen sein, können Sie sich gerne telefonisch oder per Mail an uns wenden.

Weiterführende Literatur und Informationen zu diesem Thema finden Sie unter www.bvss.de und unter www.stottern-und-schule.de sowie unter www.dgpp.de/stottkind.htm und unter www.demosthenes-verlag.de. Sollten Sie zusätzliche Informationen wünschen, nehmen Sie Kontakt zu uns auf.